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Kein Mikroplastik in die Meere!
Kein Mikroplastik in die Meere!

03.12.2016 | Janika Weiner

Mikroplastik findet sich in vielen Pflegeprodukten, Kosmetika, Reinigungs- und Waschmitteln. Diese enthalten nicht nur winzige Plastikperlen und Granulate, sondern auch flüssiges, wachs-und gelhaltiges Plastik.

Darüber informierten wir die Passanten am 19. November 2016 in der Innenstadt Hannovers und sammelten Unterschriften für ein Verbot von Mikroplastik in Verbrauchsgütern. Auf einem großen Plakat voller Produkte bekannter Marken, die Mikroplastik enthalten, konnten die Interessierten überprüfen, ob sie welche davon konsumierten. Dies sorgte in den meisten Gesichtern für böse Überraschungen. Insbesondere über das flüssige Plastik ist die Öffentlichkeit wenig informiert. Doch gerade hier liegt ein schwerwiegendes Problem: die schädlichen gelösten Inhaltsstoffe gelangen ungefiltert zunächst über unser Abwassersystem in die Flüsse und letztendlich ins Meer. Bereits in Speisefischen, Muscheln und Garnelen wurden Plastikbestandteile im Innern der Tiere nachgewiesen.

Während Länder wie die USA, Kanada und England Mikroplastik bereits verboten haben oder in der Umsetzung sind, setzt Deutschland allein auf eine Selbstverpflichtung der Industrie und lehnt eine gesetzliche Regelung ab. Diese freiwilligen Selbstverpflichtungen funktionieren aber nicht, da jeder Mikroplastik anders definiert (Größe, Plastiksorten, Konsistenz) und unterschiedliche Fristen für einen Bann von Plastik aus ihren Produkten anstrebt. Dabei ist Mikroplastik in Kosmetik und Reinigungsmitteln überflüssig und ersetzbar. Dieses primäre Mikroplastik aus den Produkten zu verbannen, wäre der erste und einfache Schritt, weniger Plastik in die Weltmeere zu schwemmen.

Deshalb fordern wir: Ein Verbot der Produktion und des Inverkehrbringens von Verbrauchsgütern, die Mikroplastik enthalten. Insgesamt wurden deutschlandweit in 76 Städten ca. 8000 Unterschriften gesammelt, welche an die Bundesumweltministerin Barbara Hendricks geschickt werden.

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