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#wellemachen für Meeresschutz
#wellemachen für Meeresschutz

23.05.2016 | Greenpeace Hannover

Dieses Wochenende stand für uns ganz im Zeichen des Meeresschutzes. Am Samstag präsentierten wir den Plastikmüll einer Sammelaktion auf der Ihme/Leine. Am Sonntag gab es eine große Greenpeace-Menschenbildaktion in Berlin.

Der Plastikmüll wurde von uns auf der Lister Meile (nähe Lister Platz) präsentiert. Engagierte vom Paddel-Club Hannover, dem Kanu-Sport-Club, der Maschseeaufsicht hatten den Müll bei einer Sammelaktion aus der Ihme/Leine „gefischt“. Mit der Aktion soll ein Bewusstsein für die Schönheit und Verletzlichkeit des Lebensraums Meer geschaffen werden.

Plastikmüll: lokal & global eine Herausforderung

Jedes Jahr werden 311 Millionen Tonnen Plastik hergestellt. Das Erdölprodukt findet zunehmend Einzug in Industrie und Privathaushalt – es ist billig, zu billig: Die Recyclingrate liegt weltweit bei wenigen Prozent.

Mindestens 150 Millionen Tonnen Müll haben sich Schätzungen zufolge bereits im Meer angesammelt - vermutlich sogar noch mehr. Er stammt aus dem Schiffsverkehr, wenn beispielsweise Container oder Abfall über Bord gehen. Er wird aber auch durch den Tourismus und achtlos weggeschmissenen Müll verursacht. Allein von Land aus gelangen jährlich bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikabfälle in die Ozeane – ein Großteil davon über die Flüsse.

„Dieser Plastikmüll verschmutzt nicht nur die Gewässer in Hannover, sondern stellt zugleich auch ein globales Problem für unsere Meere dar“, so Nick Hutchings (Sprecher der Meeres-AG von Greenpeace Hannover). „Es ist unerlässlich unsere Meere zu schützen. Auch jeder Einzelne ist gefordert, weniger Müll zu produzieren und diesen richtig zu entsorgen. Das gilt beispielsweise auch fürs Picknick am Ihmeufer.“

Winzige Krümmel = Riesenproblem

All dieses Plastik vergeht nicht. Flüsse und Meere sind voll damit, teils ist es mit bloßen Augen sichtbar, teils treiben mikroskopisch kleine Teile im Wasser. Dieses sogenannte Mikroplastik zieht Schadstoffe an und bindet sie, teilweise in sehr hoher Konzentration. Das ist nicht nur für zahlreiche Meerestiere gefährlich. Über die Nahrungskette können die Kunststoffpartikel samt Giftfracht auch auf unseren Tellern landen: Studien haben in Muscheln, Garnelen und Fischen bereits Mikroplastik nachgewiesen. Und auch das Plankton, das die Tiere fressen, ist mit dem bedenklichen Kunststoff belastet. Ein fataler Kreislauf.

Aktiv werden - Das kannst Du tun:

  • Alternativen zur Plastiktüte gibt es genug: Ob Rucksack, Korb oder Tasche - im Alltag ohne Plastiktüten einkaufen ist eigentlich nicht schwer. Für alle Individualisten gibt es hier eine Anleitung zum Knoten eines schicken Einkaufsnetzes - zur Anleitung.
  • Selbst in der Sonnencreme kann es sich verstecken. Erst einmal am Strand, landet Plastik schnell im Meer - Tipps für den Urlaub ohne Müll.
  • In 15 deutschen Städten sind Besucher eingeladen, die Beluga II zu besichtigen. An Bord erfahren sie, was der Schutz der Meere mit Plastik zu tun hat - zum Tourplan.

Hintergrund: Die Meere sind riesig, sie bedecken fast Dreiviertel unseres Planeten. Doch der Mensch hat diese riesigen Ökosysteme aus der Balance gebracht. Die Vermüllung der Meere trübt nicht nur den Badespaß, sondern bedroht Meeresbewohner und vergiftet unser Essen.

Die Deutschen verbrauchen mit Abstand das meiste Plastik in der Europäischen Union – ein Viertel der Gesamtmenge. Auch deshalb setzt sich Greenpeace Deutschland aktuell im Rahmen der Meeresschutz-Kampagne „Welle machen für den Schutz der Meere“ u.a. für einen bewussteren Umgang mit Plastik ein. Auch der Gesetzgeber ist gefragt, um eine Reduzierung des Plastikmülls zu erwirken.

#wellemachen - Ein kleiner Rückblick auf die letzten Greenpeace-Meldungen:

22.05. | Mitmachaktion zum Thema Plastikmüll in Berlin

13.05. | Greenpeace-Schiff birgt Geisternetze im Sylter Außenriff

01.04. | Handelsverband: vorerst keine Selbstverpflichtung bei Plastiktragetaschen

18.03. | Umweltaktivisten säubern in 65 Städten Gewässerufer von Plastikmüll

16.03. | Greenpeace & weitere Umweltverbände fordern wirksameren Schutz der Nord- und Ostsee


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